Mutter aller Brandmeldenormen muss überarbeitet werden: Die Din EN 16763:2017-04 ist seit April gültig. Durch Inkrafttreten dieser Norm muss die Din 14675 überarbeitet werden. Erster Entwurf erscheint am 19. Mai.

Am 1. April 2017 ist sie in Kraft getreten: Die europäische Dienstleistungsnorm DIN EN 16763: „Dienstleistungen für Brandsicherheitsanlagen und Sicherheitsanlagen“. Sie vereinheitlicht nun erstmals europaweit die Anforderungen an Dienstleister für sicherheitstechnische Anlagen. Außerdem regelt sie, welche Kompetenzen, welches Wissen und welche Fähigkeiten Mitarbeiter dieser Unternehmen haben müssen. Die Folge: Die Din 14675, die Mutter aller Normen in der Brandmeldetechnik, wird überarbeitet. Sie wird künftig zwei Teile haben.

Die neue europäische Norm umfasst erstmals Dienstleistungen für sämtliche Sicherheitsanlagen. Dazu zählen Brandmelde- und ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie Einbruch- und Überfallmeldung. Hinzu kommen die Zutrittskontrolle, Perimeterschutz und Videoüberwachung einschließlich Alarmübertragung sowie eine Kombination der bisher genannten. Ausgenommen sind Personen-Hilferufanlagen und Alarmempfangszentralen.

Klar geregelt werden darin auch die Anforderungen an das Personal oder auch an die Vergabe von Aufträgen an Subunternehmen. Punkt 3.3 regelt hierzu die Anforderungen für Unterbeauftragungen. Der Aufraggeber muss Prozesse haben, um die vergebenen Aufträge zu überwachen und um die Einhaltung der geforderten Qualität gewährleisten zu können.

Quelle: Sicherheitspraxis 2/2017